Theaterlehrer*in werden
Die Bewerbungsfrist für den Bachelor- und Masterstudiengang Darstellendes Spiel läuft noch bis zum 15. März 2026!
Hier ist es möglich, Theater auf Lehramt zu studieren; in Kombination u.a. mit den Fächern Deutsch, Englisch, Physik, Spanisch, Musik (als Erstfach) sowie Kunstpädagogik (an der HBK Braunschweig). Dabei steht die Verbindung von künstlerischer Praxis und pädagogischer Reflexion im Zentrum des Studiums. Ein erweiterter Theaterbegriff schließt performative, choreografische, installative und interaktive Formate ebenso ein wie textbasierte Theaterarbeit.
Der Studiengang zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit mit Theatern und Festivals, Schulen und Verbänden aus. Diese Kooperationen bieten den Studierenden wertvolle Praxiserfahrungen und Einblicke in verschiedene Arbeitsfelder. Innerhalb des Studiums wird es so ermöglicht, individuelle künstlerische Ausdrucksformen zu entfalten und neue Perspektiven auf Theater und Bildung zu gewinnen. Der Studiengang wird getragen durch eine Kooperation mit der HMTM Hannover, der HBK und der TU Braunschweig sowie der Stiftung Universität Hildesheim. Studierende können sich an den Standorten in Braunschweig und Hannover immatrikulieren.
Die Ausbildung findet im Rahmen eines Zwei-Fächer-Studiums statt. Lehramtsstudierende studieren ein weiteres Unterrichtsfach sowie Anteile aus den Bildungswissenschaften.
Hier die Broschüre zum Kooperationsstudiengang Darstellendes Spiel.
Alle Infos zur Bewerbung finden Sie hier. Sie können sich auch gern per Mail an die Studienberatung wenden und einen Telefontermin vereinbaren: ds-info@germanistik.uni-hannover.de
WICHTIG:
- Die Bewerbungsfrist für die Zugangsprüfung ist der 15. März eines Jahres.
- Die Zugangsprüfung findet einmal im Jahr (Ende Mai/ Anfang Juni) statt.
- Studienbeginn für den Fächerübergreifenden Bachelor ist jeweils zum Wintersemester eines Jahres.
In diesem Film erzählen Studierende von persönlichen Erfahrungen aus ihrem Studium (Produktion: Julian Baufeldt):
Aktuelles
25 Jahre Darstellendes Spiel in Niedersachsen
Mit einem feierlichen Festakt wurde im Königlichen Pferdestall am 10. Oktober 2025 das 25-jährige Bestehen des Studiengangs Darstellendes Spiel in Niedersachsen gewürdigt. Vertreter*innen der fünf beteiligten Hochschulen, Studierende, Lehrende sowie zahlreiche Gäste aus Kunst, Wissenschaft und Bildung nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil, um ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Kooperation zu feiern.
Die Begrüßung im Hochschulverbund übernahmen Prof. Dr. Maike Gunsilius (Stiftung Universität Hildesheim), PD Dr. Ole Hruschka (Leibniz Universität Hannover) und Prof. Dr. Johannes Kup (HBK Braunschweig). Gemeinsam hoben sie die besondere Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit hervor, die das Studienfach seit seiner Gründung prägt und es bundesweit einzigartig macht. Der Kooperationsstudiengang wird gemeinsam mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK), der Stiftung Universität Hildesheim und der Technischen Universität Braunschweig getragen. Diese Hochschulen bündeln ihre unterschiedlichen Profile, Forschungsschwerpunkte und Lehransätze in einem gemeinsamen, hochschulübergreifenden Lehrangebot.
Die Besonderheit: Studierende des Darstellenden Spiels können – unabhängig davon, ob sie an der HBK oder der LUH eingeschrieben sind – Seminare und Lehrveranstaltungen aller fünf Partnerhochschulen besuchen. Dadurch entsteht ein interdisziplinäres, lebendiges Studienumfeld, das wissenschaftliche, künstlerische und pädagogische Perspektiven miteinander verknüpft. An der Leibniz Universität Hannover ist das Fach Darstellendes Spiel im breiten Fächerspektrum einer Universität verankert, was insbesondere den Austausch mit kultur-, bildungs- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen fördert. Eine Besonderheit besteht hier darin, dass Darstellendes Spiel u.a. auch mit dem Fach Musik kombiniert werden kann.
In ihren Grußworten hoben LUH-Vizepräsident Prof. Dr. Joachim Escher, HBK-Präsidentin Prof. Dr. Ana Dimke und der Vizepräsident der Universität Hildesheim Prof. Dr. Joachim Sauer die besondere Stellung des Fachs im Lehramtsstudium hervor. In seinem Fachimpuls verwies Prof. Dr. Wolfgang Sting (Universität Hamburg) auf bildungspolitische Perspektiven und forderte die Einführung des Faches in allen Schulformen und Jahrgangsstufen. In Redebeiträgen und Performances wurde insgesamt deutlich, wie sehr das Darstellende Spiel in Niedersachsen in den vergangenen 25 Jahren gewachsen ist – als Ort des Austauschs, der künstlerischen Innovation und der ästhetisch-pädagogischen Bildung.
Theaterpädagogik und Digitalität
Ständige Konferenz Spiel und Theater an Hochschulen 2025
An der Leibniz Universität Hannover wurde in Kooperation mit der HBK Braunschweig vom 9. bis 11. Oktober 2025 eine internationale Fachtagung zur Verbindung von Theaterpädagogik und Digitalität ausgerichtet. Die StäKo Spiel und Theater 2025 initiierte eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit der Frage, wie digitale Transformationsprozesse die Theaterpädagogik betreffen. Schwerpunkte der Tagung waren theoretisch fundierte Beiträge aus der Forschung, Perspektiven aus der Praxis sowie interaktive Austauschformaten:
Digitalität in Proben- und Aufführungspraxen: Welche Formen nehmen Theaterproben und -aufführungen in digitalen Kontexten an? Entstehen andere/neue Ästhetiken und Spielformen durch ‚das Digitale‘?
Digitalität in Pädagogik, Didaktik und Vermittlung: Welche pädagogische Haltung nehmen Spielleitungen in digital geprägten theaterpädagogischen Prozessen ein? Inwiefern beeinflusst ‚das Digitale‘ die Lebenswelten Spielender in theaterpädagogischen Prozessen?
Digitalität und Gerechtigkeit: Welche Barrieren und Ungleichheitsverhältnisse entstehen in digitalen Kontexten? Was sind die Kosten'einer digitalen Transformation in der Theaterpädagogik (ökonomisch, ökologisch, sozial)?
Nähere Infos befinden sich HIER
Theaterpädagogik und BNE (2023-25)
Die Leibniz School of Education fördert die Erprobung und Reflexion von Theaterprojekten im Kontext Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Teil der praxisbasierten Forschungsarbeiten sind u.a. vier universitäre Theaterprojekte, die beim Jugend- und Schultheaterfestival Common Ground am Schauspiel Hannover realisiert wurden (29. Mai bis 2. Juni 2024). Neben Gruppen aus der Region Hannover waren junge Theaterschaffende aus Ghana, Malawi, der Türkei und Tschechien zu Gast. Nähere Infos hier
- CITY WALKS – Theaterarbeit im öffentlichen Raum (Leitung: Daniela Fichte, Juliane Fuhler)
- TRAUMSCHIFF – Inklusionsorientierte Theaterarbeit (Leitung: Imme Beccard, Thore Laschke, Jan Kaplanek, Beratung: Dr. Dorothee Meyer)
- FEEDBACKSESSIONS – Mehrsprachige Nachgesprächsformate (Leitung: Katharina Nuding, Sina Kleist)
- IMAGES OF US – Theaterarbeit im postkolonialen Kontext (Leitung: Patience Nukpezah, Miriam Tscholl)
In Zusammenarbeit mit: Institut für Sonderpädagogik | Hochschulbüro für Internationales | University of Education, Winneba (Ghana)| Projekt Teaching Change | Bundesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater | Kulturbüro Hannover | Schauspiel Hannover
Neue Nachbarschaften – Theaterfestival (2023)
In Zusammenarbeit mit dem Stadtteilzentrums Nordstadt | www.stadtteil-zentrum-nordstadt.de
Was passiert, wenn zwei Institutionen eines Stadtteils ein nachbarschaftliches Verhältnis aufbauen wollen? Im ersten Schritt: Sie nähern sich an. Im zweiten Schritt schaffen sie im besten Fall gemeinsam Neues. Das Stadtteilzentrum Nordstadt/Bürgerschule hat Studierende eingeladen, das Haus mit seiner abwechslungsreichen Geschichte und vielfältigem Kulturprogramm kennenzulernen und angeboten, Theaterprojekte sowie performative Begegnungsformate zu zeigen. Daraus ist im SoSe 2023 ein Festival-Programm entstanden.
Projektkoordination: Daniela Fichte und Judith Blatt
Dank an: Inge Schäkel vom TPZHU | Alina Zimmermann von wasmitherz e.V.
In Kooperation mit dem Theaterpädagogischen Zentrum für Hannover und Umgebung e.V.
Das Schulbuch des Jahres (2022)
Das aus Projekten im Studienfach Darstellendes Spiel entstandene Lehrwerk „Theater – Epochen und Verfahren” (Westermann Verlag) wurde als Schulbuch des Jahres 2022 ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich vom Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI) in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung verliehen und würdigt innovative und wegweisende Schulbuchkonzepte. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK).
Die von Ole Hruschka und Julian Mende herausgegebene Publikation für das Schulfach Theater/Darstellendes Spiel (Sek. II) überzeugte die Jury vor allem durch seinen Aktualitätsbezug, Fächerübergriff und die Gestaltung. „In dem Lehrwerk werden theatergeschichtliche und theaterästhetische Schwerpunkte geschickt ausgewählt und historischen Inhalten durch die Thematisierung aktueller Inszenierungen Gegenwartsdimension verliehen”, so das Urteil von Jurymitglied Prof. Dr. Claudia Finkbeiner. Es sei „durchweg gelungen, den SchülerInnen in der Sekundarstufe II Theater in seiner Breite und Komplexität auf motivierende Art und Weise zu erschließen.”
Mit Beiträgen von Julia Bonn, Sabrina Gildermann, Annalena Hagen, Ole Hruschka, Julian Mende, Helen Peyton, Lilith Schön – und der melkenAG. Unter Mitarbeit von Alexandra Littmann. Braunschweig: Westermann (2021)
Sprechzeiten
Beratung für Studienbewerber*innen
über ds-info@germanistik.uni-hannover.de
Der Studiengang auf Instagram: @darstellendes.spiel.hannover
– Sprechstundentermine im WiSe 2025/26 | Anmeldung über Stud.IP
– Sprechstundentermine im WiSe 2025/26 | Anmeldung über Stud-IP
Studentische Studienberatung
Jule Selter | ds-info@germanistik.uni-hannover.de
nach Vereinbarung